Hier erfährst du einiges über die zauberhafte Welt der Kräuter, Hausmittel und Verarbeitungen.

Kräuternudeln

Nun ist es Zeit die getrocknete Ernte aus dem Sommer zu verarbeiten. Selbstgemachte Bandnudeln verfeinert mit Kräutern aus dem eigenen Garten sind etwas Besonderes. Ein Kräutermix aus Rosmarin, Brennnessel, Braunelle, Majoran, Oregano und Schafgarbe verfeinert den Mittagstisch. Die Nudeln werden mit der Walze ausgezogen und geschnitten und müssen dann einen Tag trocknen.
Die schärfere Variante sind Chili-Nudeln.

Hagebutten

Das sind die Früchte von unseren Rosen. Sie leuchten im Herbst rot und orange über den Gartenzaun. Alle Hagebutten sind essbar, vorausgesetzt die Rosen wurden nicht gespritzt. Die Früchte von den Stielen befreien und halbieren. Die Kerne mit einem Löffelstiel herauskratzen – das erfordert schon etwas Geduld. Dafür können die Hagebuttenschalen dann zu einem Mus oder Marmelade verkocht oder für Tee getrocknet werden. Die Kerne müssen nicht weggeworfen werden. Waschen, um sie von den feinen Härchen zu befreien, und ebenfalls trocknen – ergibt einen nach Vanille duftenden Tee.

Hagebutte Herbst (5)

 

Hagebutten enthalten eine enorme Menge an Vitamin C!

Deodorant

Eine ungeahnte Vielfalt ist mit Naturkosmetik möglich. Ein Deo ist schnell und einfach herzustellen. Zum Beispiel ein Salbeihydrolat in eine Sprühflasche füllen und etwas Natron dazugeben. Wer möchte kann sein Deo mit ätherischen Ölen in der Wirkung verstärken.

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Das Zitronen-Deo erfrischt herrlich!

Echinacea-Tinktur

Jetzt steht der rote Sonnenhut in voller Blüte. Der Blütenboden streckt sich stachelig wie ein Igel in die Höhe und ist von großen rotvioletten Zungenblüten umringt. Aus den ganzen Blütenköpfen lässt sich schnell und unkompliziert eine Tinktur ansetzen. Das Pflanzenmaterial etwas zerkleinern, mit Korn aufgießen und auf die Fensterbank stellen.

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 Echinacea-Tropfen stärken das Immunsystem in der kalten Jahreszeit.

Ringelblumensalbe

Aus den wertvollen Blüten der Ringelblume kann eine Salbe hergestellt werden. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die Blütenköpfchen im Öl gut ausziehen lassen. Ins abgeseihte Ringelblumenöl Bienenwachs einschmelzen und in Tiegel abfüllen. Meine Ringelblumensalbe ist ohne Konservierungsstoffe und ohne künstliche Zusätze. NATUR PUR!

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Eine wunderbare Hautcreme, die kleine Verletzungen der Haut im Handumdrehen wieder gut macht.

Beerenessig

Wer noch genügend Beeren auf seinen Sträuchern findet sammelt rasch ein paar und gibt sie in ein Glas. Dann mit Essig übergießen und für einige Wochen am sonnigen Fensterbrett stehen lassen. Ich habe noch ein Zweiglein von Erdbeerminze und eine Basilikumblüte dazu gesteckt.

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Der Essig verfärbt sich bald rötlich und schmeckt fruchtig – leicht süß.
Einfach „beerig“.

Sommerfrüchte

Wohin man blickt: überall leuchten reife Beeren von den Sträuchern! Die roten und blauen Früchte des Sommers schmecken köstlich und versorgen unseren Körper mit vielen Vitaminen. Besonders wertvoll sind die Flavonoide, das sind die Pflanzenfarbstoffe, die in unserem Körper zellschützend, entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Rundumschutz sozusagen.

Beeren

 

 

Darum: Genieße die süßen Früchte und freue dich an den Schätzen der Natur.

Kräuter trocknen

Rund um den Johannistag, also Ende Juni, blühen sehr viele Sommerblumen und Kräuter. Die Tage sind jetzt am längsten und sollten fürs Trocknen von Kräuterschätzen genutzt werden. Dafür die sauberen Pflanzenteile sorgfältig sammeln, locker auflegen und dann rasch und schonend trocknen. So bewahren sie ihre wertvollen Inhaltsstoffe. Auch die wunderbaren Farben bleiben so am besten erhalten. Getrocknete Kräuter sind lange haltbar und können zu einem späteren Zeitpunkt leicht verwendet oder weiterverarbeitet werden.

Blüten Trocknen (3) Braunelle Spitzwegerich (3) Ringelblumen Trocknen (7)

Lavendel

Die Lavendelsträucher blühen so herrlich, dass Bienen eine rechte Freude an ihnen haben. Aus den violetten Blüten lassen sich wunderschöne Dekorationen herstellen… wie z. B. ein Lavendelherz mit etwas grün von Rosmarin.

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Pflanzenportrait Holunder

Der Schwarze Holunder,
lateinisch Sambucus nigra, ist in unserer Gegend weit verbreitet. Von Weitem schon sieht man seine großen weißen Blütendolden. Wir lieben das Geißblattgewächs vor allem wegen seiner duftenden Blüten im Frühjahr und wegen der sehr gesunden Beeren im Spätsommer. Ein Hollerbusch kann 3 bis 8 m hoch werden. Die heilkräftigen Inhaltsstoffe sind Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe und in den Beeren noch Vitamine und Mineralstoffe. Die rohen Beeren sind allerdings schwach giftig, deshalb müssen sie mit Hitze behandelt werden, das beim Entsaften oder Gelee-Einkochen automatisch geschieht. Vor dem Holunder sollte man „den Hut ziehen“. Das allein schon zeigt, mit wie viel Respekt man früher dem Holunderbusch gegenübertrat.
Ein Tee aus den duftenden weißen Blüten ist ein schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten und Fieber und ein Saft aus schwarzen Beeren stärkt das Immunsystem. Die Zubereitung als Tee und Sirup ist weithin bekannt, aber wie wäre es einmal mit einem Holunderblütenöl, einem Holunderblütenbad oder einem Holunderkissen? Auch getrocknete Holunderbeeren oder eine Holundertinktur kann man versuchen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

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