Pflanzenportrait Holunder

Der Schwarze Holunder,
lateinisch Sambucus nigra, ist in unserer Gegend weit verbreitet. Von Weitem schon sieht man seine großen weißen Blütendolden. Wir lieben das Geißblattgewächs vor allem wegen seiner duftenden Blüten im Frühjahr und wegen der sehr gesunden Beeren im Spätsommer. Ein Hollerbusch kann 3 bis 8 m hoch werden. Die heilkräftigen Inhaltsstoffe sind Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe und in den Beeren noch Vitamine und Mineralstoffe. Die rohen Beeren sind allerdings schwach giftig, deshalb müssen sie mit Hitze behandelt werden, das beim Entsaften oder Gelee-Einkochen automatisch geschieht. Vor dem Holunder sollte man „den Hut ziehen“. Das allein schon zeigt, mit wie viel Respekt man früher dem Holunderbusch gegenübertrat.
Ein Tee aus den duftenden weißen Blüten ist ein schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten und Fieber und ein Saft aus schwarzen Beeren stärkt das Immunsystem. Die Zubereitung als Tee und Sirup ist weithin bekannt, aber wie wäre es einmal mit einem Holunderblütenöl, einem Holunderblütenbad oder einem Holunderkissen? Auch getrocknete Holunderbeeren oder eine Holundertinktur kann man versuchen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

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