Hier erfährst du einiges über die zauberhafte Welt der Kräuter, Hausmittel und Verarbeitungen.

Basilikumpesto

Wenn deine Kräuter üppig gewachsen sind und du genug Pflanzenmaterial hast, so zaubere daraus einfach ein herrliches Pesto. Als Grundmenge nimm etwa 3 Handvoll Kräuter, 1-2 Knoblauchzehen und etwas Salz und Pfeffer. Ungefähr 50 g Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne werden vorher in einer Pfanne ohne Fett leicht angeröstet. Dann gib noch ca. 70 ml Raps- oder Sonnenblumenöl in den Mixer bis es eine schöne Paste wird. Meistens muss noch etwas Öl dazugegeben werden. Ob noch 50 g Hartkäse dazukommen oder nicht ist reine Geschmacksache.

Basilikum (1)

Das Pesto kann sehr gut in größeren Mengen auf Vorrat hergestellt werden. Auch andere Kräuter wie Rucola oder gemischt Wildkräuter sind möglich. Gutes Gelingen!

Springkraut

Das „Indische Springkraut“ oder „Drüsige Springkraut“ wuchert im Wald. Die Blüten und die Samen sind nicht giftig und dürfen verwendet werden. Ich habe einen Saft angesetzt und daraus ein Gelee zubereitet.
Für den Saft kocht man 1 lt Wasser ab und lässt ihn etwas abkühlen. Dann gib 6-8 Handvoll Blüten hinein, ebenso 1/2 Vanillestange, 4 Gewürznelken, je 1 Handvoll Zitronenverbene und Zitronenmelisse sowie den Saft 1 Zitrone. Über Nacht ziehen lassen, am nächsten Tag abseihen.
Für einen Sirup gibt man soviel Zucker hinzu, wie man eben möchte, je mehr, desto süßer, desto länger haltbar.
Für ein Gelee gibt man Gelierzucker hinzu, je nach Packungsanleitung, da es 1:1, 1:2 und 1:3 Gelierzucker gibt. Auch Agar Agar oder andere Verdickungsmittel sind möglich.
Springkraut Sirup Gelee (2)

 

 

Ein Blütentraum in Pink!

Gewürz-Fenchel

Es gibt Knollenfenchel, der als Gemüse Knollen ausbildet, und es gibt Gewürzfenchel, dessen Hauptziel die Samenbildung ist. Die sehr aromatischen Samen enthalten viele ätherische Öle und können gut für Magen und Darm eingesetzt werden. Sie sind verdauungsfördernd, blähungstreibend, krampfendlösend, beruhigend und appetitanregend. Darum wird er bei deftigen Speisen als Gewürz eingesetzt. Bekannt ist Fencheltee, der schon Säuglingen gegeben wird – und auch von Müttern getrunken wird. Sogar als Kräuterpulver empfahl es schon Hildegard von Bingen.

Fenchel (5)

Inhalationen mit Fenchel lösen Schleim, lindern Husten und Atemwegserkrankungen.

Lipgloss „Rosenkuss“

Dieses Rezept für einen schimmernden Lipgloss kann man in ein Doserl füllen oder in einen Lippenstreicher. Dafür wird zuerst aus Damaszenerrosen ein Mazerat in Jojoba- und Kokosöl hergestellt. Von diesen Auszugsölen nimmt man 8 g Jojobaöl und 4 g Kokosöl, 5 g Rizinusöl sowie 3 g Bienenwachs. Diese erwärmt man im Wasserbad, bis das Bienenwachs geschmolzen ist. Dann gibt man 2 g Lysolecithin sowie eine Messerspitze roter Farbe dazu. Bei Handwärme kommen 2 Tr. ätherisches Öl Rosenholz dazu. Rasch abfüllen.

Lipgloss

Das Rizinusöl gibt einen schönen Glanz auf den Lippen.

Kräuterbutter mit Salbei

Los geht´s: Kräuter ernten, Schlagrahm zu Butter rühren und beides miteinander vermischen. Ich habe mich für eine Salbei-Butter entschieden. Sehr hübsch sieht es aus, wenn du noch zusätzlich viele Blüten dazugibst. Ich lasse die Kräuterbutter gerne natur, aber es ist durchaus möglich etwas Salz oder einen Spritzer Zitronensaft zuzufügen.

Butter Salbei (5)

 

Die Kräuterbutter kannst du gerne in einem Holzmodel formen. Sieht hübsch aus.

Rosmarin-Salz

Der Rosmarin gedeiht in unseren Breiten meistens sehr gut und wächst üppig. Da fallen beim Rückschnitt zahlreiche Äste für ein Rosmarin-Salz an. Gib reichlich Rosmarinnadeln, ein Lorbeerblatt, einige Thymianzweige, einige Salbeiblätter, zwei Pfefferkörner und Salz in eine Gewürzmühle oder deinen Mörser. Das Verhältnis Kräuter zu Salz soll 3:1 sein. Mahle alles zu feinem Pulver. Wenn du frische Kräuter verwendest, so trockne das Pulver bei geringer Wärme, bis es völlig durchgetrocknet ist. Mit getrockneten Kräutern kannst du es sofort abfüllen und beschriften.

Salz Rosmarin (7)

Mit einem hübschen Etikett ist dein Rosmarin-Salz ein tolles Muttertagsgeschenk.

Hopfensprossen

Im Frühling wachsen die jungen Sprossen des Wilden Hopfens im Wald in die Höhe. Sie sind im Uhrzeigersinn rechtsdrehend und versuchen mit ihren Haken angrenzende Bäume und Sträucher zu erklimmen. Ernte die obersten 20 cm, die sind zart und fein. Erhitze in einer Pfanne etwas Butter und brate die Hopfensprossen 2-3 Minuten.

Hopfen (1) Sprossen

 

So zubereitet sind sie eine tolle Vorspeise oder eine weitere Beilage zu deinem Hauptgericht. Gutes Gelingen!

Gänseblümchencreme „Servus“

Nach meinem tollen Besuch von Redakteurin Silvia und Fotografin Barbara schreibe ich hier nun das Rezept aus dem „Servus Magazin“ auf.
Gänseblümchencreme „Servus“: 25 g Gänseblümchen-Auszugsöl mit 3 g Bienenwachs und 0,7 g Tegomuls im Wasserbad schmelzen. In einem zweiten Becherglas 30 g Gänseblümchentee mit 3 Tr. Glycerin auf dieselbe Temperatur erwärmen und tropfenweise in die Fettphase rühren. Bei Handwärme 5 Tr. ätherisches Rosengeranienöl in die Creme einrühren.

Creme Gänseblümchen (6)a

 

Diese Gänseblümchencreme beruhigt spröde und rissige Haut, lindert Juckreiz und ist eine wunderbare Pflege für Gesicht und Hände.

Vogelfutter

In einem naturnahen Garten fühlen sich Vögel besonders wohl. Ich habe mehrere Futterstellen für sie gemacht. Dafür wird Fett geschmolzen, das kann eine Mischung aus gleichen Teilen Schweineschmalz, Rindertalg und Kokosfett sein – Rindertalg alleine wäre nämlich zu hart. In 500 g dieser Fettmischung schütte ich 600-700 g einer Körnermischung hinein. Etwas abkühlen lassen und die Masse auf Zapfen streichen oder in Töpfe füllen. Hier bitte einen Ast zum Hinsitzen hineinstecken. In mehrere Holzstücke hat mein Mann runde Löcher gebohrt, diese sind leicht zu befüllen.

 Vogelfutter (7)

Du darfst Samen von Hirse, Disteln, Kletten, Vogelmiere, Nachtkerze, Knöterich, Breitwegerich, Mohn und Löwenzahn aber auch Apfelkerne und Kürbiskerne sammeln und dazumischen.

Räuchern

Besonders geeignet sind Kräuter mit viel ätherischem Öl, also jene, die gut duften: Melisse, Lavendel, Thymian, Majoran, Salbei, Rosmarin, Rose und alle Minzen wie Pfefferminze oder Apfelminze. Getrocknete Körner und Samen von Fenchel und Anis sind verwendbar, ebenso die Nadeln von Fichte oder Tanne. Ich streue die Blüten und Blätter auf ein Sieb, das in großem Abstand zur Flamme liegt. So verbrennen bzw. verrauchen sie nicht, sondern verdampfen in der Wärme. Die freigesetzten ätherischen Öle duften besonders mild und wohlig.

Räuchern Dämpfen

 

 

Diese sanfte Methode nennt man „Dünsten“, sie wird oft angenehmer empfunden, als die „Räucherung mit Kohle“.