Hier erfährst du einiges über die zauberhafte Welt der Kräuter, Hausmittel und Verarbeitungen.

Kräutersalz

Aus Kräutern, Samen oder getrockneten Früchten und Salz lassen sich wunderbare Kräutersalze herstellen. Du verreibst dein Lieblingskräutl im Mörser mit etwas Salz zu feinem Pulver. Ich verwende am liebsten unser österreichisches Natursalz, aber auch jedes andere ist möglich. Gerne fülle ich Kräuter und Salz in Schichten ein, das sieht hübsch aus und du hast gleich ein passendes Mitbringsel für verschiedenste Anlässe. Mit Kräutersalz gibt es immer eine gesunde Portion Mineralien und Spurenelemente.

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Hübsch verpackt hast du ein tolles Geschenk, wie hier für Weihnachten.

Ingwer

Dieses Gewürz kann uns gut durch den Winter bringen. Das verdickte Rhizom wird meistens frisch verwendet, kann aber genauso gut getrocknet werden. Der intensive Geschmack von Ingwer liegt am hohen Gehalt von verschiedenen ätherischen Ölen. Darum ist Ingwer verdauungsfördernd und schmerzstillend. Vielleicht haben Sie ihn schon einmal gegen Wetterfühligkeit oder Reiseübelkeit verwendet? Die wertvollsten Inhaltsstoffe liegen direkt unter der dünnen Schale, darum bitte nur gut reinigen und wenn möglich mit der Schale zubereiten. Falls doch die Schale entfernt wird, kann man sie mit Essig ansetzen. Viele Menschen lieben die Schärfe des Ingwers.

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Ein heißer Wintertee mit Ingwer und anderen Gewürzen wärmt von innen heraus und belebt den Körper. Auch eine Tasse Ingwermilch sorgt für dieses Wohlgefühl in der Adventzeit.

 

Goldrute

Im Hochsommer erfreut uns die bis zu 1,5 m hohe Goldrute mit ihrem satten Gelb, besonders an  Waldrändern. Diese häufige Art ist die Kanadisch Goldrute, die zwar nicht die höchsten Mengen an wirksamen Inhaltsstoffen besitzt, dafür aber in einem sehr ausgewogenen Verhältnis, und das macht sie so wertvoll als Nierenkräutl für die Harnwege. Goldrute ist wassertreibend und schleimlösend sowie entzündungshemmend. Sie kann gut zur Harnwegsdurchspülung in Form von Tees verwendet werden. Sie ist ein Nierenmittel der allerbesten Sorte, denn sie kann das Nierengewebe stärken und wieder aufbauen. Auch das Sammeln ist recht einfach. Und das anschließende Trocknen gelingt bei der Goldrute sehr leicht.

Goldrute

 

 

Es gibt genügend gute Plätze am Waldrand um die ganzen oberen Triebe zu ernten.

Gänseblümchen

Diese Pflanze ist eine wahre Schönheit, die unermüdlich fast das ganze Jahr blüht. Alle Kinder lieben es und flechten aus den Blüten Armbänder, Halsketten und Kränze fürs Haar. Viele heilende Inhaltsstoffe stecken in einem sehr ausgewogenen Verhältnis im Gänseblümchen. Dieses wertvolle Kräutl gehört in jeden Kinder-Hustentee gemischt. Auch auf der Haut kann es gut zum Einsatz kommen, z.B. bei Schürfwunden oder schlecht heilenden Wunden, Ekzemen oder Geschwüren, Prellungen und Verstauchungen. Freuen Sie sich über jedes Gänseblümchen und bereichern Sie damit den Salat, das Butterbrot und die Kräutersuppe.

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Das Gänseblümchen wird auch „die Kinderblume“ genannt.

 

Veilchen

In unseren Gärten entdecken wir kleine, dunkelviolette Blüten vom Wohlriechenden Veilchen oder die etwas helleren vom Hundsveilchen. Nur das Wohlriechende Veilchen verströmt seinen betörenden Duft. Es darf von Kindern und Erwachsenen genutzt werden. Die Anwendungsgebiete sind Husten, Haut und Blutreinigung. So kann aus Veilchenblüten und -blättern ein Hustentee aufgegossen werden oder er dient der innerlichen Reinigung im Frühjahr. Es kann auch ein wohlschmeckender Sirup hergestellt werden, der eine besonders tolle Farbe bekommt. Die hübschen Blüten dürfen über den Salat oder in die Suppe gelegt oder mit Zucker kandiert werden. Ein selbstgemachter Veilchenessig wäre doch mal etwas ganz besonderes.
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Und schließlich ist diese Pflanze in der Naturkosmetik sehr beliebt, als Gesichtswasser, Veilchenlotion und Gesichtsmaske.

Radiointerview

Sehr überraschend kam für mich die Anfrage eines Radiosenders für ein Interview über meine Arbeit als Kräuterpädagogin. Die Redakteurin Nika des freien Radio AGORA 105|5 kam dafür zu mir ins Kräuterglück. In dem zweistündigen Gespräch konnte ich Details meiner Ausbildung, Inhaltsstoffe und Verarbeitungsmethoden der Kräuter erklären. Ich konnte über meine Motivation, das Kräuterwissen an interessierte Menschen weiterzugeben, berichten. Auch an meinem Buch zeigte sie sich sehr interessiert.
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Das Interview sendete der zweisprachige Sender AGORA 105|5 aus Klagenfurt am 2. Jänner 2018 um 13 Uhr.

 

Kamille

Die Kamille ist ein Korbblütler mit winzig kleinen gelben Röhrenblüten und weißen Zungenblüten. Du darfst nicht nur die Blüten sammeln sondern auch die zarten Blätter. Sowohl innerlich als auch äußerlich wirkt sie entzündungshemmend und stark antiseptisch. Sie ist ein wunderbares Entspannungsmittel für unser Nerven- und Verdauungssystem. Bestimmt erinnerst du dich an den Duft von Kamillentee, den wohl jedes Kind zum Trinken bekommt.

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Übrigens: Bei der echten Kamille muss der innere Korbboden hohl sein – sonst kommst du nicht in den Genuss ihrer Heilwirkung.

Minze

Bei Minze denkt jeder gleich an den unvergleichlichen Duft von Pfefferminze. Dabei gibt es schon eine beinahe unüberschaubare Vielfalt an Minze-Varietäten. Schokominze und Apfelminze sind ja noch einigermaßen bekannt. Ich besitze mittlerweile auch noch Erdbeerminze, Marokkanische Minze, Schweizer Minze, Türkische Minze, Ingwerminze, Ananasminze, Orangenminze, Griechische Bergminze, Argentinische Minze, Krause Minze und Katzenminze. Auch hier kann einen die Sammelleidenschaft packen. Minze verbreitet sich über Ausläufer im Boden. Darum grabe ich sie mitsamt einem Blumentopf ein um ein unkontrolliertes Ausbreiten zu verhindern. Wohl einer der beliebtesten Tees ist Pfefferminztee. Dafür lässt sich die Minze recht leicht im Schatten trocknen und in luftdichten Gläsern aufbewahren.

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Der typische Duft und Geschmack der Blätter und Blüten erinnert an Kaugummi.

Kapuzinerkresse

Diese einjährige, kletternde Pflanze mit ihren hübschen Blüten und tellerförmigen, flachrunden Blättern ist ein ausgesprochener Alleskönner. Früher wurde es als „Bauernantibiotikum“ bezeichnet. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe, hier vor allem die Senföle, eine bakterienhemmende Eigenschaft besitzen und so als natürliches Penicillin bezeichnet wurden. Am wirkungsvollsten ist es, die Blätter und Blüten frisch zu verwenden. Auch die Stängel und Samen können gegessen werden. Die Blütenknospen oder grünen Samen kann man mit Salz und Essig zu Kapernersatz einlegen.

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Kapuzinerkresse wächst schnell und ist leicht zu vermehren. Einfach die reifen Samenkapseln einsammeln und im nächsten Jahr in die Erde stecken.