Hier erfährst du einiges über die zauberhafte Welt der Kräuter, Hausmittel und Verarbeitungen.

Kamille

Die Kamille ist ein Korbblütler mit winzig kleinen gelben Röhrenblüten und weißen Zungenblüten. Du darfst nicht nur die Blüten sammeln sondern auch die zarten Blätter. Sowohl innerlich als auch äußerlich wirkt sie entzündungshemmend und stark antiseptisch. Sie ist ein wunderbares Entspannungsmittel für unser Nerven- und Verdauungssystem. Bestimmt erinnerst du dich an den Duft von Kamillentee, den wohl jedes Kind zum Trinken bekommt.

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Übrigens: Bei der echten Kamille muss der innere Korbboden hohl sein – sonst kommst du nicht in den Genuss ihrer Heilwirkung.

Minze

Bei Minze denkt jeder gleich an den unvergleichlichen Duft von Pfefferminze. Dabei gibt es schon eine beinahe unüberschaubare Vielfalt an Minze-Varietäten. Schokominze und Apfelminze sind ja noch einigermaßen bekannt. Ich besitze mittlerweile auch noch Erdbeerminze, Marokkanische Minze, Schweizer Minze, Türkische Minze, Ingwerminze, Ananasminze, Orangenminze, Griechische Bergminze, Argentinische Minze, Krause Minze und Katzenminze. Auch hier kann einen die Sammelleidenschaft packen. Minze verbreitet sich über Ausläufer im Boden. Darum grabe ich sie mitsamt einem Blumentopf ein um ein unkontrolliertes Ausbreiten zu verhindern. Wohl einer der beliebtesten Tees ist Pfefferminztee. Dafür lässt sich die Minze recht leicht im Schatten trocknen und in luftdichten Gläsern aufbewahren.

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Der typische Duft und Geschmack der Blätter und Blüten erinnert an Kaugummi.

Kapuzinerkresse

Diese einjährige, kletternde Pflanze mit ihren hübschen Blüten und tellerförmigen, flachrunden Blättern ist ein ausgesprochener Alleskönner. Früher wurde es als „Bauernantibiotikum“ bezeichnet. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe, hier vor allem die Senföle, eine bakterienhemmende Eigenschaft besitzen und so als natürliches Penicillin bezeichnet wurden. Am wirkungsvollsten ist es, die Blätter und Blüten frisch zu verwenden. Auch die Stängel und Samen können gegessen werden. Die Blütenknospen oder grünen Samen kann man mit Salz und Essig zu Kapernersatz einlegen.

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Kapuzinerkresse wächst schnell und ist leicht zu vermehren. Einfach die reifen Samenkapseln einsammeln und im nächsten Jahr in die Erde stecken.

Waldmeister

Das niedrige Kraut bildet dichte grüne Polster und fühlt sich an einem schattigen Platz, wie zum Beispiel unter einem Apfelbaum, sichtlich wohl. An den Spitzen der aufrecht wachsenden und vierkantigen Stängel bilden sich zarte, weiße Blüten. Man kann Waldmeister frisch oder getrocknet verarbeiten. Typisch ist der Geruch, der sich erst beim Welken des Krautes entfaltet. Darum werden die Stängel sehr gerne für eine Maibowle oder einen Maiwein verwendet. Weniger bekannt ist die Zubereitung als Tee. Wegen des Cumaringehalts sollte Waldmeister nur in kleinen Mengen genossen werden.

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Aufgrund seines herrlichen Geruchs kann ein Duftkissen für den Kleiderschrank hergestellt werden.

 

Bärlauch

Der Auwald ist übersäht von einem grünen Teppich, das ist meistens der Bärlauch. Die Pflanze wächst sehr zeitig im Frühjahr und steckt ihre spitzen Blätter in die Höhe. Es wächst immer nur ein Blatt auf einem hellen Stängel. Später bilden sich auch noch spitze Knospen die zu schönen sternförmigen weißen Blüten werden. Die heilkräftigen Inhaltsstoffe, darunter ätherische Öle und Allicin, sind verantwortlich, dass man den Bärlauch im Wald überall riechen kann. Pflücke nur so viel du verbrauchen kannst und verwende ihn so frisch wie möglich.

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Bärlauch bitte nur sammeln wenn du ihn eindeutig erkennst.
Er schmeckt herrlich nach Knoblauch.

Lindenblüten

Die Blüten der Lindenbäume sind wohlbekannt. Im Frühjahr verströmen sie einen herrlichen Duft und unzählige Bienen laben sich am Nektar. Dann ist die richtige Zeit zum Sammeln. Die Blüten trocknen sehr leicht und können im Winter für einen schweißtreibenden Tee zubereitet werden. Dafür wird 1 Teelöffel mit 1 Tasse heißem Wasser übergossen, zugedeckt 7 Minuten ziehen gelassen und bis zu 5 x tgl. eine Tasse getrunken. Der Körper wird zum Schwitzen angeregt und kann so selber viele Krankheitserreger ausscheiden.

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Diese Heilpflanze ist ideal bei fieberhaften Erkältungen, Husten und zur Steigerung der Abwehrkräfte.

Kräuternudeln

Nun ist es Zeit die getrocknete Ernte aus dem Sommer zu verarbeiten. Selbstgemachte Bandnudeln verfeinert mit Kräutern aus dem eigenen Garten sind etwas Besonderes. Ein Kräutermix aus Rosmarin, Brennnessel, Braunelle, Majoran, Oregano und Schafgarbe verfeinert den Mittagstisch. Die Nudeln werden mit der Walze ausgezogen und geschnitten und müssen dann einen Tag trocknen.
Die schärfere Variante sind Chili-Nudeln.

Hagebutten

Das sind die Früchte von unseren Rosen. Sie leuchten im Herbst rot und orange über den Gartenzaun. Alle Hagebutten sind essbar, vorausgesetzt die Rosen wurden nicht gespritzt. Die Früchte von den Stielen befreien und halbieren. Die Kerne mit einem Löffelstiel herauskratzen – das erfordert schon etwas Geduld. Dafür können die Hagebuttenschalen dann zu einem Mus oder Marmelade verkocht oder für Tee getrocknet werden. Die Kerne müssen nicht weggeworfen werden. Waschen, um sie von den feinen Härchen zu befreien, und ebenfalls trocknen – ergibt einen nach Vanille duftenden Tee.

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Hagebutten enthalten eine enorme Menge an Vitamin C!

Deodorant

Eine ungeahnte Vielfalt ist mit Naturkosmetik möglich. Ein Deo ist schnell und einfach herzustellen. Zum Beispiel ein Salbeihydrolat in eine Sprühflasche füllen und etwas Natron dazugeben. Wer möchte kann sein Deo mit ätherischen Ölen in der Wirkung verstärken.

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Das Zitronen-Deo erfrischt herrlich!

Echinacea-Tinktur

Jetzt steht der rote Sonnenhut in voller Blüte. Der Blütenboden streckt sich stachelig wie ein Igel in die Höhe und ist von großen rotvioletten Zungenblüten umringt. Aus den ganzen Blütenköpfen lässt sich schnell und unkompliziert eine Tinktur ansetzen. Das Pflanzenmaterial etwas zerkleinern, mit Korn aufgießen und auf die Fensterbank stellen.

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 Echinacea-Tropfen stärken das Immunsystem in der kalten Jahreszeit.