Hier erfährst du einiges über die zauberhafte Welt der Kräuter, Hausmittel und Verarbeitungen.

Gänseblümchen

Diese Pflanze ist eine wahre Schönheit, die unermüdlich fast das ganze Jahr blüht. Alle Kinder lieben es und flechten aus den Blüten Armbänder, Halsketten und Kränze fürs Haar. Viele heilende Inhaltsstoffe stecken in einem sehr ausgewogenen Verhältnis im Gänseblümchen. Dieses wertvolle Kräutl gehört in jeden Kinder-Hustentee gemischt. Auch auf der Haut kann es gut zum Einsatz kommen, z.B. bei Schürfwunden oder schlecht heilenden Wunden, Ekzemen oder Geschwüren, Prellungen und Verstauchungen. Freuen Sie sich über jedes Gänseblümchen und bereichern Sie damit den Salat, das Butterbrot und die Kräutersuppe.

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Das Gänseblümchen wird auch „die Kinderblume“ genannt.

 

Veilchen

In unseren Gärten entdecken wir kleine, dunkelviolette Blüten vom Wohlriechenden Veilchen oder die etwas helleren vom Hundsveilchen. Nur das Wohlriechende Veilchen verströmt seinen betörenden Duft. Es darf von Kindern und Erwachsenen genutzt werden. Die Anwendungsgebiete sind Husten, Haut und Blutreinigung. So kann aus Veilchenblüten und -blättern ein Hustentee aufgegossen werden oder er dient der innerlichen Reinigung im Frühjahr. Es kann auch ein wohlschmeckender Sirup hergestellt werden, der eine besonders tolle Farbe bekommt. Die hübschen Blüten dürfen über den Salat oder in die Suppe gelegt oder mit Zucker kandiert werden. Ein selbstgemachter Veilchenessig wäre doch mal etwas ganz besonderes.
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Und schließlich ist diese Pflanze in der Naturkosmetik sehr beliebt, als Gesichtswasser, Veilchenlotion und Gesichtsmaske.

Radiointerview

Sehr überraschend kam für mich die Anfrage eines Radiosenders für ein Interview über meine Arbeit als Kräuterpädagogin. Die Redakteurin Nika des freien Radio AGORA 105|5 kam dafür zu mir ins Kräuterglück. In dem zweistündigen Gespräch konnte ich Details meiner Ausbildung, Inhaltsstoffe und Verarbeitungsmethoden der Kräuter erklären. Ich konnte über meine Motivation, das Kräuterwissen an interessierte Menschen weiterzugeben, berichten. Auch an meinem Buch zeigte sie sich sehr interessiert.
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Das Interview sendete der zweisprachige Sender AGORA 105|5 aus Klagenfurt am 2. Jänner 2018 um 13 Uhr.

 

Kamille

Die Kamille ist ein Korbblütler mit winzig kleinen gelben Röhrenblüten und weißen Zungenblüten. Du darfst nicht nur die Blüten sammeln sondern auch die zarten Blätter. Sowohl innerlich als auch äußerlich wirkt sie entzündungshemmend und stark antiseptisch. Sie ist ein wunderbares Entspannungsmittel für unser Nerven- und Verdauungssystem. Bestimmt erinnerst du dich an den Duft von Kamillentee, den wohl jedes Kind zum Trinken bekommt.

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Übrigens: Bei der echten Kamille muss der innere Korbboden hohl sein – sonst kommst du nicht in den Genuss ihrer Heilwirkung.

Minze

Bei Minze denkt jeder gleich an den unvergleichlichen Duft von Pfefferminze. Dabei gibt es schon eine beinahe unüberschaubare Vielfalt an Minze-Varietäten. Schokominze und Apfelminze sind ja noch einigermaßen bekannt. Ich besitze mittlerweile auch noch Erdbeerminze, Marokkanische Minze, Schweizer Minze, Türkische Minze, Ingwerminze, Ananasminze, Orangenminze, Griechische Bergminze, Argentinische Minze, Krause Minze und Katzenminze. Auch hier kann einen die Sammelleidenschaft packen. Minze verbreitet sich über Ausläufer im Boden. Darum grabe ich sie mitsamt einem Blumentopf ein um ein unkontrolliertes Ausbreiten zu verhindern. Wohl einer der beliebtesten Tees ist Pfefferminztee. Dafür lässt sich die Minze recht leicht im Schatten trocknen und in luftdichten Gläsern aufbewahren.

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Der typische Duft und Geschmack der Blätter und Blüten erinnert an Kaugummi.

Kapuzinerkresse

Diese einjährige, kletternde Pflanze mit ihren hübschen Blüten und tellerförmigen, flachrunden Blättern ist ein ausgesprochener Alleskönner. Früher wurde es als „Bauernantibiotikum“ bezeichnet. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe, hier vor allem die Senföle, eine bakterienhemmende Eigenschaft besitzen und so als natürliches Penicillin bezeichnet wurden. Am wirkungsvollsten ist es, die Blätter und Blüten frisch zu verwenden. Auch die Stängel und Samen können gegessen werden. Die Blütenknospen oder grünen Samen kann man mit Salz und Essig zu Kapernersatz einlegen.

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Kapuzinerkresse wächst schnell und ist leicht zu vermehren. Einfach die reifen Samenkapseln einsammeln und im nächsten Jahr in die Erde stecken.

Waldmeister

Das niedrige Kraut bildet dichte grüne Polster und fühlt sich an einem schattigen Platz, wie zum Beispiel unter einem Apfelbaum, sichtlich wohl. An den Spitzen der aufrecht wachsenden und vierkantigen Stängel bilden sich zarte, weiße Blüten. Man kann Waldmeister frisch oder getrocknet verarbeiten. Typisch ist der Geruch, der sich erst beim Welken des Krautes entfaltet. Darum werden die Stängel sehr gerne für eine Maibowle oder einen Maiwein verwendet. Weniger bekannt ist die Zubereitung als Tee. Wegen des Cumaringehalts sollte Waldmeister nur in kleinen Mengen genossen werden.

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Aufgrund seines herrlichen Geruchs kann ein Duftkissen für den Kleiderschrank hergestellt werden.

 

Bärlauch

Der Auwald ist übersäht von einem grünen Teppich, das ist meistens der Bärlauch. Die Pflanze wächst sehr zeitig im Frühjahr und steckt ihre spitzen Blätter in die Höhe. Es wächst immer nur ein Blatt auf einem hellen Stängel. Später bilden sich auch noch spitze Knospen die zu schönen sternförmigen weißen Blüten werden. Die heilkräftigen Inhaltsstoffe, darunter ätherische Öle und Allicin, sind verantwortlich, dass man den Bärlauch im Wald überall riechen kann. Pflücke nur so viel du verbrauchen kannst und verwende ihn so frisch wie möglich.

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Bärlauch bitte nur sammeln wenn du ihn eindeutig erkennst.
Er schmeckt herrlich nach Knoblauch.

Lindenblüten

Die Blüten der Lindenbäume sind wohlbekannt. Im Frühjahr verströmen sie einen herrlichen Duft und unzählige Bienen laben sich am Nektar. Dann ist die richtige Zeit zum Sammeln. Die Blüten trocknen sehr leicht und können im Winter für einen schweißtreibenden Tee zubereitet werden. Dafür wird 1 Teelöffel mit 1 Tasse heißem Wasser übergossen, zugedeckt 7 Minuten ziehen gelassen und bis zu 5 x tgl. eine Tasse getrunken. Der Körper wird zum Schwitzen angeregt und kann so selber viele Krankheitserreger ausscheiden.

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Diese Heilpflanze ist ideal bei fieberhaften Erkältungen, Husten und zur Steigerung der Abwehrkräfte.